Arthritis bei Katzen – Diagnose und Therapie




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Arthritis bei Katzen. Die Katze ist überall bekannt. Ein elegantes Tier, ein Luftakrobat, ein Klettermeister. Aber auch an der majestätischen Katze geht das Alter nicht ohne Spuren vorbei. Wie auch der Mensch an Arthrose leiden kann, sind auch Katzen von Arthritis betroffen.

Obwohl Katzen besonders elastische Knochen und eine sehr biegsame Wirbelsäule haben, sind Alterserscheinungen bei den Samtpfoten nicht selten. Selten dagegen ist Diagnose Arthritis, so dass viele Katzen falsch oder gar nicht gegen ihre Schmerzen therapiert werden. Es ist also nicht erstaunlich, dass auf den Kongressen, die sich der Katze verschrieben haben, eines der Hauptthemen die häufig auftretenden Gelenkprobleme sind.

Prognose

Arthritis bei Katzen ist nicht heilbar. Aber dafür muss sie nicht einfach hingenommen werden. Ein Tierarzt kann der Katze Linderung verschaffen und mit speziellem Futter den Aufbau von Knorpel unterstützen.

Die Osteoarthrose / Osteoarthritis ist in der Katzenmedizin lange ein unbehandeltes Thema gewesen, denn aufgrund des geringen Gewichts einer Katze ist man fälschlicherweise davon ausgegangen, das eine Katze nicht von degenerativen Gelenkerkrankungen betroffen sind.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich nun die Forschung mit diesem Thema und stellte fest, das auch junge Katzen unter dieser Krankheit leiden können.

Definition der Arthrose

Unter degenerativen Gelenkerkrankungen versteht man schmerzhafte Abnutzungserscheinungen der synovialen Gelenke, die mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten können.

Symptome der Arthritis bei Katzen

Eine Katze kann nicht über Schmerzen reden. Kann man beim Menschen die Schmerzen anhand einer Art Richterskala von 1-10 festmachen, so ist das bei Katzen nicht möglich. Eine Katze, die unter Arthritis leidet spricht nicht über ihre Schmerzen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Genetisch bedingt verstecken Tiere ihre Schmerzen.
Würde eine Katze in freier Wildbahn vor Schmerzen schreien oder anderweitig das Signal aussenden, das sie schwach ist, kann das ihren sicheren Tod bedeuten. Andere Jäger warten nur auf solche Signale. Ein Tier, eine Katze würde also nie bewusst zugeben, dass sie Schmerzen hat.

Es ist aber unstrittig, dass Tiere und Menschen ein ähnliches Schmerzempfinden haben. Auch beim Menschen können Schmerzen den gesamten Organismus beeinflussen. Die Katze kann durch ihre Schmerzen krank werden. Arthritis bei Katzen ist nicht weniger schmerzhaft als beim Menschen.

Folgen der Arthritis und der damit verbundenen Schmerzen sind unter vielen anderen:

  • Die Katze nimmt ab. Sie verwertet Futter schlechter und verweigert teilweise sogar das Fressen.
  • Schmerzen schwächen Katzen und ihr Immunsystem, so das sie häufiger krank werden. Ein schwaches Immunsystem kann sich nicht effektiv gegen Krankheiten wehren.
  • Krankhafte Übersensibilität
  • Die Katze kann ihr Verhalten ändern. Stubenunreinheit, Aggressivität uvm. Können die Folge von Arthose sein.

Katzen versuchen ihre Schmerzen so lange wie irgend möglich zu verstecken. Schwäche zeigen bedeutet Beute an die Konkurrenz zu verlieren, die der Katze das Territorium strittig machen. Arthritis bei Katzen ist sehr schwer zu erkennen. Viele Änderungen des Verhaltens einer Katze werden dem Alter und nicht dem Versuch Schmerzen zu vermeiden zugeschrieben.

Diagnose der Arthritis bei Katzen

Arthritis bei KatzenDa Katzen ihre Schmerzen verstecken ist natürlich das Erkennen solcher für Katzenhalter und Liebhaber nur schwer möglich. Anhand der eben beschriebenen Symptome lassen sich auch andere Krankheiten erkennen. Aufmerksame Beobachtung der Katze speziell ihres Verhaltens kann und sollte der Grund für einen Gang zum Tierarzt sein. Gerade wenn die Katze ihr Fressverhalten ändert, weniger springt, höher gelegene Orte meidet – also alles, was sie früher getan und nun nicht mehr tut sollte, dem Halter auffallen.

Eine gesicherte Diagnose auf Arthritis stellt immer nur ein Tierarzt. Hierzu wird die Katze geröntgt und klinisch untersucht. Erst wenn sichergestellt ist, und die Arthrose zweifelsfrei diagnostiziert ist, kann sie auch behandelt werden.

    Verschiedene Arthritisarten werden unterschieden in:

  • Bakterielle Arthritis z.b. durch Katzenbisse und daraus entstehenden Entzündungen
  • Mykoplasma-Arthritis
  • Calicivirus-Arthritis
  • Lyme-Borreliose hervorgerufen durch Zeckenbisse
  • Tuberkulöse Arthritis
  • Pilzarthritis
  • immuninduzierte Arthritis
  • rheumatoide Arthritis

Gelenkkranke Tiere bevorzugen Heizungen als Liege- und Schlafplatz.

Therapie der Arthrose bei Katzen

Natürlich kann wie der Mensch auch, die Katze therapiert werden. Der Tierarzt wird dazu eine Empfehlung aussprechen. Häufig werden Medikamente gegeben und in Einzelfällen kann auch eine Operation helfen.

Aber auch der Halter der Katze kann eine Menge dafür tun, der Katze das Leben zu erleichtern. So sind zum Beispiel übergewichtige Katzen zur Abnahme gezwungen um den Bewegungsapparat zu entlasten. Wie auch der Sport beim Menschen, sollten Katzen sich bewegen um Gewicht zu reduzieren. Nicht bloß Futtermittel absetzen.

Auch kann der Tierarzt zu bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln raten, die zusätzlich den Knorpelaufbau unterstützen, oder dessen Abbau hemmen. So können Glukosaminoglykane (wie z.B. Canosan® für Katzen ,enthalten) dem Knorpelabbau entgegen wirken, indem sie das Gelenk bestmöglich mit Nährstoffen versorgen und Aufbau- und Reparationsprozesse optimal unterstützen. Arthritis bei Katzen kann so zumindest gelindert werden.




Weiter lesen

Arthritis – Wikipedia (hier beim Menschen nicht Arthritis bei Katzen)