Blasenprobleme bei der Katze




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Blasenprobleme bei der Katze sind für die Tiere nicht weniger schmerzhaft als bei einem Menschen.

Häufig erkennt der Besitzer die Blasenprobleme der Katze nicht. Erst wenn der Urin blutig wird, erfolgt der Gang zum Tierarzt.

Die Katze kann bis zu diesem Stadium schon lange unter Schmerzen leiden. Bei Freigängern treten Blasenentzündungen wesentlich seltener auf als bei Stubenkatzen, sind aber auch schwerer zu erkennen, da die Katze ihr Geschäft meist draußen verrichtet.

Sobald eine Blasenentzündung vermutet wird, bitte sofort einen Tierarzt aufsuchen. Die Katze leidet vermutlich unter Schmerzen und sollte alsbald behandelt werden.

Symptome einer Blasenentzündung der Katze

Wer seine Katze kennt, erkennt sofort, wenn sich die Toilettengewohnheiten ändern. Sie geht entweder wesentlicher seltener, weil sie große Schmerzen empfindet. Oder sie geht viel öfter, weil sie einen starken Harndrang hat. Der Absatz des Urins erfolgt meist neben der Toilette.

Eine Blasenprobleme bei der Katze hat kaum Begleiterscheinungen. Die Katzen fressen und trinken meist normal, so dass am Fressverhalten keine Rückschlüsse gezogen werden können. Eine eher unauffällige Krankheit der Katze.

Ursachen einer Blasenentzündung beim Stubentiger

Blasenprobleme bei der KatzeBlasenprobleme bei der Katze können durch viele Faktoren entstehen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gestresste Katzen zur Blasenentzündung neigen. Häufig sind Harnkristalle ein möglicher Auslöser. Bakterien im Urin sind eher selten.

Kann die eigentliche Ursache für die Blasenentzündung nicht entdeckt werden, spricht man von einer sogenannten idiopathischen Zystitis. Als Zystitis (latein. Cystitis) wird im engeren und allgemein gebräuchlichen Sinn – auch im medizinischen Sprachgebrauch – eine Entzündung der Harnblase bezeichnet.

Blasenprobleme bei der Katze – Diagnose

In der Hauptsache kann eine Blasenentzündung bei einer Untersuchung des Urins festgestellt werden. Aber keine Katze macht in einen Becher, was natürlich die Gewinnung des Testurins erschwert. Macht die Katze beispielsweise ihr Geschäft auf Fliesen, kann der Besitzer der Samtpfote den Urin mit einer Einwegspritze aufziehen. Bitte darauf achten, dass diese steril ist.

Sollte die Katze auf die Fliesen urinieren, kann der Urin vorab mit einer Einwegspritze (steril) aufgenommen werden, und an den Tierarzt weitergegeben werden.

Tierärzte haben zudem spezielle Urintestsets. Dabei handelt es sich um Katzenstreu, welches nicht aufsaugt, einer Pipette und einem Probengläschen.

Liegt eine Blasenentzündung vor, so sind typischerweise die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutzellen (Leukozyten) und der Proteingehalt im Urin erhöht. Die Erhöhung der Blutzellen ist eine Folge der Schleimhautschädigung und der Entzündung – der erhöhte Proteingehalt weist meistens auf eine vermehrte bakterielle Aktivität hin. Auch der so genannte pH-Wert ist von besonderer Bedeutung, da er in Zusammenhang mit der Entstehung von Harnkristallen und –Steinen steht.

Bei Katzen unterscheidet man zwei Arten von Blasenerkrankungen. Zum einen, die mit Harnkristallen oder sogar Steinen und zum anderen die idiopathische Zystitis.

Blasenentzündung – Harnkristalle

Eine Blasenentzündung bei Katzen ist häufig die Folge einer Ansammlung von Harnkristallen in der Blase der Katze. Selbst winzig kleine Kristalle können mit ihren spitzen, nadelartigen Ausläufen die Schleimhaut der Blase angreifen. So kann es zu Reizungen, schlimmstenfalls zu Entzündungen kommen. Solche Harnkristalle können sich zusammen ablagern und werden so immer größer. Sie können den Harnweg verstopfen.

Das Risiko einer Verstopfung ist aufgrund des engeren Harnkanals und dessen gewundenen Weg durch das Becken, bei Katern wesentlich größer als bei Katzen. Stellt der Tierarzt Harnkristalle fest, dann sind weitere Untersuchungen sehr sinnvoll, denn auch die Nieren können betroffen sein.

Blasenprobleme bei der Katze – Therapie

Die Behandlung der Katze richtet sich nach den jeweiligen Befunden, die aus dem Urin hervor gehen. Ist die Blasenentzündung akut, wird meist die Entzündung mit einem Antibiotikum in Tablettenform oder per Injektion behandelt. Natürlich über einen ausreichenden Zeitraum.

Hat die Katze einen vermehrten Harndrang, werden in der Regel Schmerzmittel und entkrampfende Medikamente verabreicht. In der Hauptsache kommt hier der Wirkstoff Meloxicam eingesetzt, der nebenbei die Blase unempfindlicher macht. Dieser Wirkstoff wird häufig auch bei idiopathischer Zystitis eingesetzt.

Leidet die Katze langfristig an Blasenentzündung, dann ist oftmals eine Umstellung des Futters notwendig. Speziell, wenn die Katze zur Bildung von Harnkristallen neigt, kann eine Umstellung auf abgestimmtes Futter helfen. An dieses Futter werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Sie sind konzipiert, dass sie

  1.   wenig von den Ausgangsstoffen enthalten, aus denen Kristalle entstehen können;
  2.   über den pH-Wert die Bildung von Kristallen verhindern, oder die Auflösung von Struvit-Kristallen fördern;
  3.   die Trinkmenge der Katze steigern, so dass die im Urin enthaltenen Stoffe gelöst bleiben und nicht auskristallisieren;
  4.   Bestandteile wie beispielsweise Grünlippmuschel- und Cranberry-Extrakt enthalten, welche die Blase zusätzlich schützen

Oftmals ist auch eine Reduzierung von Stress erforderlich, da auch dieser, wie bereits erwähnt ein Auslöser für die Blasenentzündung sein kann. Ausreichend Bewegung fördert zudem das Trinkverhalten der Katze. Verschiedene Wassernäpfe steigern zudem die Attraktivität, ideal ist ein Trinkbrunnen, oder Zimmerbrunnen, der die Katze anzieht.

Wenn die Katze ein Problem mit der Blase hat, sollte sie öfters in der Blasengegend untersucht (abgetastet) werden. Zeigt sie schmerzhaftes Verhalten, oder versucht sie zu entkommen, sollte sie zum Tierarzt gebracht werden.

Wenn ein Harnstein die Harnröhre verstopft, kann die Blase platzen! Katzen lassen sich ihren Schmerz im Übrigen nicht anmerken, weil dies ein Zeichen von Schwäche sein kann.




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