Chlamydien bei Katzen – Chlamydiosen




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Chlamydien bei Katzen – Wie leider auch viele andere Säugetiere und auch der Mensch, können unsere Samtpfotigen Begleiter ebenfalls von Chlamydien betroffen sein. Diese speziellen Krankheitserreger befallen meist die Schleimhäute der Katze.

Chlamydien sind besonders kleine Bakterien, deren Eigenschaften in denen der Viren ähneln. Sie vermehren sich, wie für Viren zum Beispiel üblich im Zellinneren und bleiben leider für das Immunsystem der Katze unerkannt.

Wenn eine infizierte Zelle platzt können sich die Chlamydien ausbreiten. Die Ausbreitung der Chlamydien hat also immer zur Folge, dass die Wirtszelle abstirbt.

Prognose

Chlamydien bei Katzen vermehren sich im Zellinneren und bleiben für das Immunsystem unerkannt. Wenn der Tierarzt Chlamydien feststellt, können sie aber recht einfach behandelt werden, was eine gute Prognose zulässt.

Chlamydien führen bei der Katze häufig zu Folgekrankheiten, wie zum Beispiel Bindehautentzündung, Katzenschnupfen oder Atemwegsinfektionen wie zum Beispiel Bronchitis.

Woher kommen Chlamydien bei Katzen?

Die Infektion mit Chlamydien wird von Tier zu Tier mit direktem Kontakt übertragen. Die Katze steckt sich häufig über Sekrete aus Nase oder Augen an. Die Medizin spricht hier von Tröpfcheninfektion (Niesen) oder von Schmierinfektion.

Chlamydien kommen bei fast allen Säugetieren vor. Gerade Tiere, die in der Wildnis leben stellen eine erhöhte Gefahr für eine Ansteckung dar. Manche Jungkatzen können bereits seit der Geburt infiziert sein. Die Chlamydien kommen während der Geburt schon auf den Körper (perinatale Infektion).

Der Erreger an sich ist ja nach Temperatur unterschiedlich ansteckend. So ist er bei 4 bis 8 Grad Celsius einige Wochen ansteckend. Bei mehr als 30 Grad Celsius Außentemperatur ist der Erreger nur rund 48 Stunden infektiös. Ein sehr wirksames Mittel gegen Chlamydien ist der Wirkstoff Formalin.

Chlamydien sind weltweit bei Katzen verbreitet. Die verschiedenen Typen der Chlamydien sind unterschiedlich virulent.

Symptome der Chlamydien bei Katzen

Chlamydien bei KatzenKatzen können bei einem Befall von Chlamydien an den unterschiedlichsten Symptomen leiden. Die Bindehautentzündung ist häufig eine Auswirkung von Chlamydien, seltener sind Atemwegsinfekte wie zum Beispiel Bronchitis.
Chlamydien sind neben anderen Erreger oder im Verbund mit diesen auch für den Katzenschnupfen verantwortlich. Chlamydien können bei infizierten Katzen auch den Genitalbereich befallen.

Beispiel Bindehautentzündung: Bei der Bindehautentzündung durch Chlamydien bei Katzen ist die Bindehaut stark gerötet und schwillt extrem an. Bei Beginn der Krankheit sondern die Augen vermehrt klare Tränenflüssigkeit ab. Erst im späteren Verlauf führt die Krankheit zu schleimig-eitrigem Augenausfluss bei der Katze. Sind auch die Atemwege betroffen ist meist Ausfluss aus der Nase sowie vermehrtes Husten symptomatisch für die Infektion. Junge Katzen können in Ihrer Entwicklung behindert sein.

Nasenausfluss, Niesen, Husten sowie Fieber werden durch C. felis selbst selten verursacht, treten aber im Rahmen des Symptomkomplexes Katzenschnupfen auf. Gleichzeitige Infektionen mehrerer am Katzenschnupfen-Komplex beteiligten Erreger verstärken die durch C. felis hervorgerufenen Symptome.

Diagnose der Chlamydien bei Katzen

Chlamydien selber kann der Tierarzt mit einem Abstrich festellen. Hinweise sind Bindehautentzündung oder Katzenschnupfen. In manchen Fällen nimmt der Tierarzt auch einen Abstrich vom Rachen oder entnimmt eine Blutprobe.

Spezielle Labors können Chlamydien durch Färben oder bereits unter dem Mikroskop erkennen. Zusätzlich kann das Labor auch anhand der Zellen aus dem Abstrich Veränderungen an selbigen feststellen und so Chlamydien nachweisen. Der Transport des Untersuchungsmaterials muss in speziellen Transportlösungen und binnen 12 Stunden erfolgen.

Behandlung von Chlamydien bei Katzen

Chlamydien werden bei einer Katze mit bestimmten Antibiotika behandelt. Der Tierarzt kann diese als Augensalbe, Tabletten oder per Injektion verabreichen. Antibiotika sind Wirkstoffe, die Bakterien abtöten und so meist zu einer vollständigen Heilung führen. Die Behandlung an sich kann bis zu sechs Monaten dauern.

Der Tierarzt wird neben den Antibiotika auch unterstützende Mittel geben, um das Immunsystem zu stärken.

Gegen Chlamydien gibt es auch einen Impfstoff, der leider keinen 100% Schutz bietet, aber in Betracht gezogen werden sollte, gerade wenn mehrere Katzen gehalten werden. Auch wenn die Katze bei Freigängen mit anderen Katzen in Berührung kommt, sollte über eine Impfung nachgedacht werden.

Risiken für den Menschen

Chlamydien können auch für den Menschen gefährlich werden. Es muss also mit einer infizierten Katze möglichst ernst umgegangen werden. Hygiene und Sauberkeit sind oberstes Gebot. Beim Menschen ist der Krankheitsverlauf nicht immer gleich. Von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen bis hin zur Lungenentzündung kann sich nahezu alles entwickeln. Nach ca. 5 Tagen kann sich der Herzschlag verlangsamen. Beim Röntgen der Lunge lässt sich dann der Chlamydienbefund feststellen.

Chlamydieninfektionen sind mit Antibiotika gut behandelbar. Rechtzeitig behandelte Chlamydieninfektionen ziehen in der Regel keine Folgeschäden nach sich.[1] Unbehandelte Chlamydienerkrankungen sind in Entwicklungsländern die häufigste Ursache vermeidbarer Erblindungen, sie können auch zu Eileiterschwangerschaften, Frühgeburt, Unfruchtbarkeit oder Arthritis führen. Chlamydien sind einer der häufigsten Verursacher sexuell übertragener Erkrankungen weltweit. Es gibt auch Hinweise darauf, dass eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich der Infektion mit HIV, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtern kann.
Quelle: Wikipedia



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