Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen




Werbung

Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen – ein stiller Killer, unbemerkt, unsichtbar. Heilung gibt es nicht.

Die chronische Niereninsuffizienz kann aufgehalten werden, sofern sie denn bemerkt wird. Ohne Behandlung verläuft diese Krankheit tödlich.

Die Nieren sind ein Filterorgan. Sie filtern Gifte und produzieren den Urin. Wie auch für den Menschen sind sie auch für die Katze unverzichtbar.

Eine chronische Niereninsuffizienz kann über Monate, sogar über Jahre hinweg fortschreiten, und der Halter der Katze bemerkt es nicht.

Prognose

Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen ist nicht heilbar. Bei frühzeitiger Diagnose kann die Katze aber ein unbeschwertes Leben führen. Erst bei fortgeschrittener Zerstörung der Nieren wird ihr Leben beeinträchtigt. Die CNI endet unbehandelt tödlich.

Anfällig für Symptome wird die Katze erst, wenn bereits drei viertel der Niere unwiderruflich zerstört sind. Die Katze wird viel mehr trinken. Sie rennt öfter zur Toilette. Bei Freigängern ist die chronische Niereninsuffizienz noch schwerer zu bemerken, da diese lieber draußen ihre Blase entleeren.

Anzeichen der CNI bei Katzen

Ist die Krankheit noch in einem frühen Stadium ist es sehr schwer die Symptome, die der Katzenhalter vielleicht beobachtet einer CNI zuordnen zu können. Erhöhte Urinabsatz und vermehrte Wasseraufnahme treten zwar auf, aber nur bei rund der Hälfte der betroffenen Katzen.

Weitere Symptome, die der Katzenhalter im
Auge behalten sollte sind:

  • Lethargie, Schwäche
  • Inappetenz, Gewichtsverlust
  • Zahn – und Zahnfleischerkrankungen
  • Häufig ist das Fell weniger glänzend und / oder dünner
  • Die Katze läuft etwas steif
  • Manche Katzen erbrechen häufiger, was auf ein Ansteigen der Stoffwechselprodukte im Blut zurückzuführen ist, die nun von der Niere nicht mehr funktionsbezogen aus geschleust werden.
  • Manchmal erblinden die Katzen plötzlich aufgrund von Bluthochdruck. ( Die Niere ist das Regulationsorgan für das Blutdrucksystem.)

Eine Niereninsuffizienz bei der Katze ist zwar ein schleichender Prozess, kann aber ohne weiteres plötzlich bemerkt werden. Sind bei den ersten Symptomen bereits 60-75% der Niere irreversibel geschädigt können die Folgen der Symptome das Krankheitsbild drastisch verschlechtern.

Eine Katze die Beispielsweise erbricht, dehydriert leicht. Normalerweise kein Problem, aber eine geschädigte Niere kann aufgrund des Wassermangels arge Probleme bekommen.

Diagnose der chronischen Niereninsuffizienz bei Katzen

Selbstverständlich kann nur ein Tierarzt eine CNI bei der Katze feststellen. Er führt verschiedene Tests durch um eine CNI überhaupt diagnostizieren zu können. Die Test umfassen Harnanalyse, Harnkultur und ein vollständiges Blutbild.

CNI wird über den Bluttest diagnostiziert. UREA und CREATININ sind die häufigsten Werte ,die bestimmt werden. Im Normalfall schleust die Niere diese beiden Stoffe zuverlässig aus. Sind sie vermehrt im Blut der Katze zu finden, kann das eine Niereninsuffizienz bedeuten.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer akuten Niereninsuffizienz und der chronischen. Da die Auswirkungen nahezu gleich sind, ist eine Abgrenzung nur durch den klinischen Verlauf der Krankheit möglich. Bei der akuten Niereninsuffizienz sind zudem meist Blutdruck und die Zahl der roten Blutkörperchen unverändert, die Niere dagegen ist häufig vergrößert und schmerzhaft.

Röntgenuntersuchung

Das Röntgen der geschädigten Niere kann Größe-, Dichte- und Lageveränderungen der Nieren aufzeigen. Zudem lassen sich eventuell Nierensteine und Weichteilverkalkungen nachweisen. Bessere Diagnoseergebnisse erhält der Tierarzt wenn die Funktion der Niere mit Hilfe eines Kontrastmittels röntgenologisch erfasst wird. Damit lassen sich Durchblutungsstörungen, Funktionsstörungen der Nierenkörperchen und Verlegungen der Abflusswege nachweisen.

Ultraschalluntersuchung

Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung ist es möglich Veränderungen der Niere in Form und Größe nachzuweisen. Auch lassen sich Harnstauungen, Nierenzysten und Tumore diagnostizieren.

Nierenbiopsie

Die Nierenbiopsie findet in der Regel keine Anwendung. Die Computer- und Magnetresonanztomographie haben zwar eine sehr gute Detailerkennbarkeit, spielen aber in der Tiermedizin aufgrund der hohen Kosten und begrenzten Verfügbarkeit nur eine untergeordnete Rolle.

Behandlung der CNI bei Katzen

Die Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz bei Katzen ist abhängig vom Grad der Schädigung der Nieren. Diese muss im Vorfeld abgeklärt werden. Dazu hat der Tierarzt die Möglichkeit weitere Blutuntersuchungen, Röntgenuntersuchungen und im Ausnahmefall eine Nierenbiopsie vorzunehmen.

Nachdem das Ausmaß der Schädigung geklärt ist, wird der Tierarzt eine mögliche Therapie verordnen. Dabei werden häufiger die Symptome als die Niereninsuffizienz selber behandelt. Diese ist, wie erwähnt, nicht heilbar. Folgende Möglichkeiten der Therapie hat der Tierarzt:

Chronische Niereninsuffizienz bei KatzenKatze mit chronischer Niereninsuffizienz und typischer Symptomatik: Abgeschlagenheit, Abmagerung und stumpfes, struppiges Fell.
  • Rehydration
  • Korrektur des Blutsäure- Basenspiegels
  • Behandlung von Erbrechen, Durchfall
  • Stimulation des Appetits
  • Behandlung des Bluthochdruck
  • Behandlung der Anämie
  • Kontrolle von Phosphat, Kalzium
  • antibakterielle Behandlung

Zudem kann eine Umstellung auf Diätfutter erfolgen. Hier wird darauf geachtet, dass die Katze weniger harnpflichtigen Stoffe zu sich nimmt. Vor allem werden Stickstoffverbindungen und Phosphate gemieden.

Eine Nierenersatztherapie wie Transplantation oder Hämodialyse sind bei Katzen aufgrund der hohen Kosten, logistischen und apparativem Aufwands nur in Ausnahmefällen möglich.

Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen – Keine Heilung

Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen kann nicht geheilt werden. Wird sie aber früh erkannt, dann kann die Katze dennoch ein schmerzfreies Leben führen und das mit wenigen Einschränkungen. Die Forschung arbeitet mit Hochdruck daran, neue Indikatoren für eine frühe Erkennung zu finden.

Als Katzenhalter bietet sich die Möglichkeit die Katze regelmäßig zum Tierarzt zu bringen und dort, zum Beispiel jährlich, checken zu lassen. Katzen ab einem Alter von sieben oder acht Jahren sollten halbjährlich zur Routineuntersuchung beim Tierarzt gebracht werden.

Symptome und Auslöser der chronischen Niereninsuffizienz im Video




Das könnte Sie auch interessieren