Giardien bei Katzen erkennen und behandeln




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Giardien bei Katzen sind winzige Parasiten aus dem Süden. Sie befallen auch Hunde. Im Dünndarm siedeln sie sich an, und verursachen hartnäckigen Durchfall. Giardien sind zu einer Gefahr geworden, aufgrund der zunehmenden Einfuhr von Haustieren aus dem Süden.

Obwohl die Zahl der Ansteckungen immer weiter steigt haben viele Tierärzte die Giardien noch nicht als Ursache auf dem Notizzettel. Da die Symptome sich häufig mit anderen Krankheiten decken, werden diese als Erstes vermutet.

Prognose

Giardien bei Katzen treten vor allem bei Jungkatzen auf. Sie sind nicht ohne weiteres zu diagnostizieren. Werden aber Giardien als Auslöser für die Symptome erkannt, dann ist die Krankheit gut heilbar.

Wie steckt sich die Katze an?

Giardien werden über den Kot ihrer Wirtstiere ausgeschieden. Im adulten Stadium können sie nicht nur in der freien Natur, sondern sogar in kaltem Wasser noch Monate aktiv bleiben.

Immungeschwächte und viele junge Katzen können sich anstecken, wenn sie viel im Freien sind. Hauskatzen sind weniger betroffen, wenn auch nicht ungefährdet. Meist stecken sich Katzen über die sogenannte Schmierinfektion an. Sie schnuppern an fremdem Kot und infizieren sich.

Die Giardien saugen sich an der Innenwand des Darms fest und ernähren sich von den Darminhalten. Sie vermehren sich und verursachen in genügend großer Anzahl dann die entsprechenden Symptome.

Wie Giardien bei Katzen erkennen?

Giardien bei KatzenGiardien sind mikroskopisch kleine Einzeller, die mit bloßem Auge gar nicht erkannt werden können. Da kaum jemand ein Mikroskop zu Hause stehen hat, bleibt für die Identifizierung der Giardien nichts übrig, als die Symptome zu kennen.

Auch viele Tierärzte erkennen Giardien nicht sofort. Sie nutzen für die Diagnose mehrere Kotproben, auch Proben vom Durchfall werden genommen. Im Labor kann dann der Befall mit Giardien festgestellt werden.

Um eine gesicherte Diagnose stellen zu können, muss ein Tierarzt mehrere aufeinanderfolgende Kotproben entnehmen, da Giardien nicht immer ausgeschieden werden. Es kann also durchaus auch eine Probe negativ getestet werden, obwohl die Katze mit Giardien infiziert ist.

Symptome von Giardien bei Katzen

Giardien sind Parasiten und ebenso verhalten sie sich. Sie nehmen Nahrung der Katze um sich selber zu ernähren und verursachen Probleme im Verdauungstrakt. Daran können Parasiten identifiziert werden.

  • Hartnäckiger Durchfall ist ein Symptom von Giardien bei Katzen.
  • Die Katze kann ausgezehrt wirken, das Fell struppig.
  • Obwohl die Katze normalen Appetit hat und normal frisst, kann sie an Gewicht verlieren
  • Die Katze ist nicht mehr stubenrein und verstreut ihre Hinterlassenschaften überall

Das eine Katze nicht mehr stubenrein ist, ist natürlich über Wochen der Zuneigung der Herrchen abträglich. Das ist aber die Folge der nicht mehr kontrollierbaren Ausscheidungen und den Giardien geschuldet, nicht der Katze.

Behandlung von Giardien bei Katzen

Giardien bei KatzenDie Darmparasiten haben eine birnenförmige Gestalt, mit Geißeln zur Fortbewegung und einer Bauchhaftscheibe, mit der sie sich an der Darminnenwand festsaugen und millionenfach vermehren. Sie durchstoßen aber die Darmwand nicht. Giardien rufen keine Symptome wie Fieber hervor, weshalb es der Katze auch phasenweise wieder scheinbar gut gehen kann.

Die Behandlung von Giardien beschränkt sich auf das Erreichen von Symptomfreiheit. Giardien komplett zu entfernen ist schlicht unrealistisch. Sie sind überall. Ist eine Katze erst infiziert, trägt sie den Parasit quer durch die Wohnung. Da Giardien sehr hartnäckig sind, ist die Behandlung meist so gestaltet, dass der Parasit soweit reduziert wird, dass das Immunsystem des Wirts wieder zurecht kommt.

In Deutschland ist nur ein einziger Wirkstoff für die Behandlung von Giardien bei Katzen und Hunden zugelassen. Der unter dem Markennamen Panacur bekannte Wirkstoff Fenbendazol.

Was kann ich als Halter tun?

Giardien sind eine wahre Plage und vermutlich schon seit Millionen von Jahren einer der Prüfsteine der Natur auf Lebensfähigkeit eines Organismus. Sie sind hartnäckig, schwer zu erledigen und überleben außerhalb eines Wirts bei optimalen Bedingungen noch Monate. Natürlich kann auch in dieser Zeit eine Infektion erfolgen.

  • Das gründliche Reinigen der Katzentoilette mit heißem Wasser (> 60 Grad) hilft die Wiederinfektion beim Gang zur Toilette zu minimieren. Gleiches gilt auch für den Katzenkorb und die Futterstelle.
  • Alle anderen Tiere im Haushalt sollten mitbehandelt werden, denn Giardien machen vor keinem Wirt halt.

Viel kann ein Halter von Katzen nicht tun, um Giardien selber zu bekämpfen. Die Medikation mit Fenbendazol sollte immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Nur er kann auch im Kot nachprüfen ob eine Behandlung von Erfolg gekrönt war oder nicht.

Ein Wort der Warnung

Giardien können nicht nur die Hauskatze befallen. Hunde, Vögel und auch der Mensch können ebenso infiziert werden. Hygiene und Sauberkeit sowie ein gesundes Immunsystem sind aber die stärksten Waffen um eine Infektion nicht kritisch werden zu lassen.

In diversen Foren lassen sich wahre Wunderkuren gegen Giardien finden. Eine Giardiose kann aber durchaus auch spontan ausheilen, was dann natürlich der Therapie zugeschrieben wird. So kann ein wahrer Hype um möglich wirkende Behandlungen entstehen, die letztlich nichts anderes als eine Heilung durch das Immunsystem waren. Gerade auf Facebook und in diversen Foren werden solche Dinge häufig diskutiert und (Des) Information gestreut. Hier gilt es skeptisch zu beurteilen.

Die Behandlung von Giardien benötigt häufig mehrere Therapiedurchläufe. Im ersten Durchlauf müssen nicht alle Stadien des Parasiten der Behandlung zum Opfer fallen, so dass die Katze nach wie vor infiziert ist. Auch eine schnelle Reinfektion aufgrund verunreinigter Umgebung ist möglich. Das bedeutet aber nicht, dass die Therapie sofort umgestellt werden muss.




Weitere Informationen

Mehr über Gardien bei Wikipedia

Die wichtigsten Parasiten bei Katzen

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