Kastration der Katze – Jetzt informieren




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Die Kastration der Katze dient dazu unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Die Katze ist nach der Kastration dauerhaft unfruchtbar. Bei der Kastration der Katze werden die Eierstöcke und häufig auch die Gebärmutter der Katze entfernt.

Die Kastration von Katzen ist bei Katzenhaltern ein heiß diskutiertes Thema, denn oftmals haben die Besitzer der Katze Angst um ihre Katze. Eine Kastration der Katze ist ein operativer Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird und in der Regel rund 90 Minuten dauert. 90 Minuten in denen viel passieren kann.

Trotz aller Bedenken ist die Kastration als Mittel der Fortpflanzungskontrolle bei Katzen ein beliebtes Mittel. Und eine Kastration von Katzen hat einige Vorteile, die im folgenden erläutert werden sollen.

Kastration der Katze – Gesundheitsfaktoren

Eine Kastration von Katzen kann durchaus positive Effekte auf die Gesundheit der Katze haben. So gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass eine kastrierte Katze nahezu doppelt so alt werden kann, wie ein unkastrierter Artgenosse.

Darüber hinaus sind unkastrierte Katzen weitaus gefährdeter, was die Gesundheit angeht, als kastrierte. So beanspruchen unkastrierte Katzen ein großes Territorium, welches auf der Suche nach möglichen Geschlechtspartnern durchstriffen wird. In unserem begrenzten Lebensraum ist die Katze dadurch Gefahren ausgesetzt, die eine kastrierte Katze nicht mehr aufgrund des Geschlechtstriebs erlebt:

  • Autounfälle
  • Jagdunfälle
  • Verletzungen durch andere Katzen (Kämpfe)
  • Infektionskrankheiten (z. B. FeLV, FIP, FIV)

Natürlich wirken sich diese Gefahren auch auf den Stresspegel der Katze aus, was wiederum nicht gut für die Gesundheit der Katze ist. Eine kastrierte Katze sucht die Nähe zum Haus, streift weniger durch die Gegend, und ist daher wesentlich weniger gefährdet opfer eines Autounfalls oder eines Jagdunfalls zu werden. Dazu kommt, dass Revierstreitigkeiten mit anderen Katzen ausfallen, da hier das Interesse verloren geht. Kastrierte Katzen verringern ihren eigenen Aktionsradius und sicnd einfach sicherer.

Unkastrierte Katzen hinterlassen Spuren

Eine geschlechtsreife und nicht kastrierte Katze hinterlässt überall Spuren um ihr Revier zu markieren. Mit aufgestelltem Schwanz werden markante Punkte im Territorium mit Urin markiert. Hauskatzen bedienen sich dessen, was sie gerade finden. Ob das eine Wand, ein Schrank oder herumliegende Gegenstände sind, spielt für die Katze keine Rolle. Unkastriert markieren sie ihr Revier, was sich in üblem Geruch niederschlägt.

Die Kastration der Katze bringt hier also einen persönlichen Vorteil. Die kastrierte Katze verzichtet darauf ihr Revier zu markieren, weil der Geschlechtstrieb für sie nicht mehr interessant ist.

Kastration der Katze bedeutet weniger Stress

Eine kastrierte Katze unterliegt nicht den Veränderungen der Hormone zu gewissen Zeiten. Sie lebt wesentlich stressfreier, weil sie nicht den Drang hat sich fortpflanzen zu müssen. Eine Katze die trotz Bereitschaft nicht trächtig wird, ist nach kurzer Zeit wieder rollig. Ein hoher Stress und Lärmpegel entsteht. Dazu kommen Verletzungen durch Rivalen. Zudem leben unkastrierte Hauskatzen zur Vermeidung von unerwünschtem Nachwuchs häufig alleine. Die Kastration der Katze ermöglicht also ein sorgen freieres Leben, zusammen mit Artgenossen.

Erfolgreich bei der Jagd

Kastration der KatzeViele Katzenhalter sind davon überzeugt, das die Jagdqualitäten der Katze nachlassen, sobald sie kastriert ist. Aber das Gegenteil ist oftmals der Fall. Die Katze liegt nicht faul in der Ecke herum, sondern ist geduldiger und damit erfolgreicher bei der Jagd. Kein Sexualstress bedeutet mehr Zeit für die Jagd.

Katze ist häufiger zu Hause

Die Kastration der Katze sorgt dafür, dass die Streifzüge von einigen Tagen auf wenige Stunden reduziert werden. Die Katze kommt schneller nach Hause und der Katzenhalter muss sich keine Sorgen mehr darum machen, ob und was mit der Katze eventuell passiert sein könnte. Man sieht die Katze öfter. Außerdem sagt man einer kastrierten Katze nach, dass sie nicht nur anhänglicher, sondern auch verschmuster wird, was natürlich von jedem Katzenhalter gewünscht ist.

Kastration und Tierschutz

Die Kastration der Katze bedeutet aktiven Tierschutz. Immer mehr herrenlose Katzen streunen durch die Gegend. Meist sind sie unterernährt und haben Krankheiten. Auch der Straßenverkehr sorgt für eine verkürzte Lebenserwartung dieser Streuner. Jäger schießen sie ab. Dennoch vermehren sich solche Katzen ständig weiter.

Die Zahl der streunenden Katzen wird immer größer. Das Deutsche Tierhilfswerk (DTHW) schätzt, dass allein in der Hauptstadt Berlin zwischen 40.000 und 100.000 verwilderte Katzen auf alten Fabrikgeländen, Campingplätzen oder Friedhöfen leben. Um die Tiere zu ernähren ist alleine eine halbe Tonne Futter nötig. Und sie vermehren sich weiter.

Die eigene Katze zu kastrieren sorgt also aktiv für den Tierschutz und entlastet die Katzenpopulation.

Kastration der Katze – Wann?

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Meinungen zur Kastration von Katzen. Speziell der Zeitpunkt ist umstritten. Überwiegend raten die Tierärzte zur Kastration vor der Geschlechtsreife. Die Befürworter der sogenannten Frühkastration sehen darin auch Vorteile für die Gesundheit der Katze, denn die Gefahr eine Infektionskrankheit zu bekommen ist wesentlich geringer.

Frühkastration der Katze

Es spricht vieles dafür eine Katze bereits in den ersten Monaten ihres Lebens zu kastrieren. Manche Tierärzte lehnen das ab, was vielleicht auf den Mangel an Erfahrung bezüglich der Operationen an so jungen Tieren zurückzuführen ist. Wird diese Operation aber von einem Tierarzt durchgeführt, der sein Handwerk versteht, dann bietet sie einige Vorteile:

  • Die Operationsdauer ist kürzer
  • Die Narkose ist kürzer und belastet die Katze nicht so stark
  • Weniger Komplikationen bei der Operation (Keimdrüsen liegen noch frei)
  • Verringertes Krebsrisiko

Kastration bei Katzen – Ablauf

Wir unterscheiden zwei verschiedene Operationen. Eine bei der Katze, eine beim Kater. Die unterschiedlichen Verläufe haben wir hier dokumentiert:

Kastration des Katers

Bei der Kastration des Katers werden die Keimdrüsen, also die Hoden entfernt. Der Kater ist danach unwiderruflich unfruchtbar. Die Operation kann nur in Vollnarkose erfolgen und auch nur dann, wenn das Tier eine solche auch annimmt. Der Tierarzt wird das Tier betäuben, und erst wenn die Vollnarkose wirkt, wird mit der Operation nach folgenden Schritten begonnen:

Kastration eines Katers
  1. Einbringen von Augensalbe in den Bindehautsack, um die Augen vor dem Austrocknen zu schützen
  2. Entfernen der Haare am Hodensack
  3. Desinfektion des Operationsfeldes
  4. Anheben des Hodensacks und Eröffnung
  5. Die freigelegten Hoden werden frei präpariert, und der Samenstrang wird abgebunden
  6. Entfernung des Hodens durch Durchtrennung des Samenstrangs ca. einen halben Zentimeter von der Abbindestelle entfernt
  7. Zurücklagern des abgebundenen Samenstrangs
  8. Aneinanderlegen der Wundränder und ggf. Wundversorgung; in der Regel kommt es bei dieser Methode innerhalb kurzer Zeit zu einem natürlichen Wundverschluss, dadurch dass die Wundränder miteinander verkleben. In manchen Praxen erfolgt auch ein Wundverschluss durch eine Naht

Nachdem die Hoden des Katers entfernt wurden und die Wunden verheilt sind, bildet sich der Hodensack des Katers vollständig zurück. Die Kastration eines Katers ist für nahezu jeden Tierarzt ein Routineeingriff und in aller Regel schnell erledigt. In vereinzelten Fällen kann eine Nachsorge erforderlich werden. Dennoch sollte man auch beim Kater nicht vergessen, dass jede Narkose den Organismus des Katers enorm belastet.

Kastration der Katze

Die Kastration der Katze erfolgt in der Regel ganz ähnlich wie auch beim Kater. Hier werden die Eierstöcke und in vielen Fällen auch die Gebärmutter entfernt. Der Ablauf der Operation ist ähnlich:

Kastration einer Katze vom Tierschutzverein
  1. Die Katze wird in Rückenlage auf dem Operationstisch fixiert
  2. Operationsfeld (Unterbauch) wird rasiert und desinfiziert
  3. Hinter dem Nabel wird jetzt mit einem Skalpell ein ca. 1 – 2 cm großer Schnitt gemacht; zunächst wird nur die Haut durchtrennt
  4. Eröffnung der Bauchhöhle mit einer chirurgischen Schere bei gleichzeitigem Fingerschutz, um eine Verletzung der darunter liegenden Bauchorgane zu vermeiden
  5. Ein sogenannter Uterushaken (gebogenes, stumpfes Operationsbesteck zum Erfassen der Eierstöcke) wird durch die Öffnung der Bauchhöhle in Richtung der Eierstöcke eingeführt
  6. Der Eierstock wird erfasst und mit Hilfe des Uterushakens aus der Öffnung vorgelagert
    Fixierung, Abbinden und Entfernung der Eierstöcke
  7. Naht zum Verschluss der Bauchdeckenmuskulatur und der Haut; für die Bauchdeckennaht verwendet man resorbierbare Fäden, die sich selbst auflösen, für die Hautnaht in der Regel nicht resorbierbare Fäden oder Klammern, die später entfernt werden müssen

Die Operation wird in vielen Fällen durch die Flanke der Katze durchgeführt. Der Tierarzt wird darüber aber genaue Informationen geben. Nach der Operation werden Katze und auch der Kater in einen Korb gelegt, wo sie sich ausschlafen und ausruhen können. In der Regel kann man das Tier am gleichen mit nach Hause nehmen.

Eine Katze und auch der Kater werden mit einer Halskrause versehen, damit sie nicht zu sehr die Wunde belecken, was eventuell zu Komplikationen führen kann. Nach 10 Tagen ist die Wunde meist verheilt und sofern nötig können dann die Fäden gezogen werden.