Tollwut bei Katzen – Leider tödlich




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Tollwut bei Katzen ist immer tödlich. Dabei ist die Tollwut keine Krankheit, die nur Katzen befällt. Sie kann auch auf den Menschen und andere Tiere übertragen werden. Bekanntester Überträger ist der Fuchs. Die Übertragung erfolgt meist durch einen Biss, aber auch infizierter Speichel oder Übertragung von Blut, zum Beispiel durch offene Wunden kann gefährlich werden.

Die Tollwut bei Katzen wird auch „Rabies“ oder „Lyssa“ genannt. Eine Tollwut bei Katzen verläuft nach ihrem Ausbruch (und auch bei anderen Tieren und dem Menschen) immer tödlich. Da das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann, muss bei bloßem Verdacht auf Tollwut der Tierarzt verständigt werden.

Der Virus greift vorzugsweise das zentrale Nervensystem an. Das Virus ist ein sogenannter Rhabdovirus (Als Rhabdoviren (griech.: rhabdos – Stab) bezeichnet man die Viren der Familie der Rhabdoviridae. Vertreter dieser Familie haben Wirbeltiere, Insekten oder Pflanzen als Wirt. All diese Viren sind behüllte Einzel(-)-Strang-RNA-Viren = ss(-)RNA, meist stäbchenförmig, zylindrischer Gestalt.), der über die Nervenbahnen ins Gehirn eindringt und sich dort vermehrt. Übertragen wird das Virus über den Speichel oder Blut.

Prognose

Leider verläuft die Krankheit Tollwut immer tödlich. Ein Mensch hat die Möglichkeit nach einem Biss durch ein tollwütiges Tier eine Impfung durchführen zu lassen (Postexpositions-Prophylaxe). Ist die Tollwut erst ausgebrochen ist sie immer tödlich. Ob Tier ob Mensch.

Tollwut bei Katzen – Symptome

Die Tollwut bei Katzen äußert sich nicht in eindeutigen, sondern in vielfältigen Symptomen. Die Veterinäre teilen die Erkrankung grob in drei Phasen ein.

Phase 1 – Frühsymptome

Das Prodromal- oder Vorläuferstadium der Tollwut bei Katzen zeigt sich in zwei verschiedenen Richtungen. Die Katze mit Tollwut wird entweder sehr zutraulich oder ist extrem gereizt. Auch ein leichtes Fieber ist möglich. In der Regel dauert diese frühe Phase der Tollwut 24 Stunden an.

Phase 2 – Das Erregerstadium

Das Erregerstadium wird auch Exzitationsstadium genannt. In etwa 1-2 Tage nach der Phase der Frühsymptome wird die Katze „toll“ im Sinne von rasend. Plötzlich auftretende Aggressionen und grundlose Raserei sind die Folgen. Dazu kommen Symptome der Tollwut wie Zittern, Bewegungsstörungen, unwillkürlichen Bewegungen, Aggressivität und vermehrter Speichelfluss. Das Exzitationsstadium hält zwischen zwei und vier Tagen an.

Phase 3 – Lähmungsstadium

Vorab: Ein Katzenbesitzer, welcher sein Tier liebt, wird es nicht soweit kommen lassen. In der Endphase der Tollwut, welches zwischen einem und 4 Tagen anhält ist die Katze fast vollständig gelähmt. Sie erleidet Schüttelkrämpfe und verstirbt schließlich.

Natürlich ist keine der gemachten Angaben verbindlich. Die Phasen können sich überschneiden und einzelne Symptome der Tollwut müssen nicht zwingend auftreten. In jedem Fall ist aber der Tierarzt zu kontaktieren und das Tier schnellstens zu töten! So erspart der Besitzer der tollwütigen Katze unnötiges Leid.

Diagnose der Tollwut bei Katzen

Tollwut bei Katzen wird durch den Tierarzt nur Verdachtsweise diagnostiziert. Dazu wird zunächst festgestellt ob das Tier nur teilweise oder gar nicht gegen Tollwut geimpft ist. Einmal ausgesprochen wird der Verdacht sofort dem zuständigen Amtstierarzt gemeldet, der das weitere Vorgehen einleitet.

Die eindeutige Tollwut-Diagnose kann der Tierarzt nur am Gewebe der toten Katze mittels verschiedener Tests (z.B. Immunfluoreszenz) stellen.

Behandlung von Tollwut bei Katzen

Die Behandlung von Katzen mit Tollwut ist, wie bei allen anderen Fällen auch, verboten. Der Amtstierarzt wird die notwendigen Schritte einleiten, damit nicht auch andere Tiere oder schlimmstenfalls Menschen infiziert werden.

Katze gegen Tollwut impfen

Deutschland ist tollwutfrei. Allerdings kann durch falsch verstandene Liebe die Tollwut auch eingeschleppt werden. Eine Impfung mit inaktivierten Viren ist möglich und wird für Freigänger in den Grenzgebieten zu gefährdeten Gebieten empfohlen.

Katzen, die im Haus gehalten werden können ebenfalls gegen Tollwut geimpft werden. Hier kann der Rat des Tierarztes eingeholt werden. Nachdem eine Katze eine Grundimpfung erhalten hat, muss diese regelmäßig aufgefrischt werden. In Tollwut-Gebieten dürfen ungeimpfte Katzen nicht frei auslaufen.

Tollwut Gebiete in Europa

Hier eine Übersichtskarte über die Tollwutverbreitung in Europa von der WHO (Stand 2010):
Tollwut bei Katzen

Tollwut bei Katzen – Zusatzinfos

Krankheiten bei Katzen und speziell deren Beschreibung enthalten häufig Fremdwörter oder Aussagen, die in unseren Texten zwar erklärt sind, aber oft auch Fragen aufwerfen. Um diese Fragen zu beantworten und weitere Informationen zu den Krankheiten der Katze zu liefern, haben wir die Begrifflichkeiten verlinkt.

  1. Rhabdovirus
  2. Immunfluoreszenz



Buchtipps

Krankheiten bei Katzen treten häufiger auf, als die meisten Katzenhalter vermuten. Daher ist es wichtig, sich damit auszukennen und sich bestenfalls zu belesen. Einige Bücher können wir empfehlen!

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